Hartmut Rosa auf der Suche nach der verlorenen Demokratie

Neues Video für unsere YouTube Playlist utopienwerkstatt recommends. Soziologe Hartmut Rosa über die Zukunft der Demokratie im Rahmen von Gut vertreten? Update für Demokratie von der Heinrich Böll Stiftung.

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#demokratie, #gesellschaft, #kapitalismuskritik, #technologie

Interdisziplinäres Symposium Körper – Medien – Sinnlichkeit vom 12. – 14. Juli 2013 im E-Werk Freiburg

Foto: mbody e.V.

mbody e.V. will die Forschungsarbeit um die Begriffe Körper, Medien und Sinnlichkeit im Rahmen des Symposium vom 12. – 14. Juli 2013 im E-Werk Freiburg weiter vorantreiben. Schwerpunkt der Auseinandersetzung „sollen die aktuellen Verkörperungen des Selbst in der Welt durch die Entstehung von neuen Umweltbezügen und medialen Verbundenheiten“ sein.

So analysiert zum Beispiel Eulàlia Polls Camps die Interaktion zwischen Tanz und digitalen Technologien in ihrem Vortrag Dancing Body and Digital Technology.

Wie auch schon beim ersten Symposium »Spuren« zum Thema Körpergedächtnisse im Dezember 2008 , dessen Vorträge und Performances online verfügbar sind, bringt die Gruppe wieder verschiedenste Wissenskulturen an einem Ort zusammen.

#freiburg, #performance, #tanz, #technologie, #theater

textband backstage – Lust am Experiment

Mit der Premiere von ›Inferno‹ startete am Montag, den 14.5.2012, das Strindberg-Festival vom Studio Theater Stuttgart. Wir haben die vergangenen Tage noch genutzt, unserer Festival-Produktion textband spielt: ich träumte von august strindberg den letzten Schliff zu verpassen und freuen uns nun vor Publikum zu spielen.

Nicht nur ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Sebastian macht Soundscapes am Mikrofon.

Ring frei für den ›Kampf der Geschlechter

Für das Festival haben wir Strindbergs Gedicht »Ich träumte« ausgewählt, da es exemplarisch pointiert vom Träumer und Visionär August Strindberg erzählt und eines seiner großen Themata behandelt: den ›Kampf der Geschlechter‹.  Das Gedicht, entstanden um 1904, fällt in die schöpferische Spätphase seines Schaffens und ist eine hellsichtige Selbstanalyse – die poetisch-alptraumhafte Beschreibung eines Ringkampfes mit sich und dem anderen Geschlecht.

Öfter mal was Neues. Oliver hat für die Produktion ein neues Musikinstrument gelernt: Den Tractor.

Lust zu experimentieren – Mit Tanz, Live-Electronics, Live-Visuals und Stimme die Form des Traumes nachbilden

Aus künstlerischer Perspektive hat uns die Auseinandersetzung mit seinen theater- und kunsttheoretischen Visionen gereizt, so wie er sie in seinem Aufsatz »Neue Kunstformen! oder Der Zufall im künstlerischen Schaffen« und in der Vorbemerkung zu seinem »Ein Traumspiel« niedergelegt hat.  Strindberg wollte die Form des Traumes nachbilden – eine künstlerische Praxis, die sich später im Surrealismus vollends entfaltete. In diesem Sinne wandeln wir auf Strindbergs Spuren und verdichten in unserer Performance sein Gedicht »Ich träumte« zu einem tänzerisch-visuell-musikalisch-sprachlichen Assoziationsraum, der, so O-Ton Strindberg, in der

„… Phantasie weiter schafft und neue Muster webt: ein Gemisch von Erinnerungen, Erlebnissen, freien Erfindungen, Ungereimtheiten und Improvisationen.“ (Zitatquelle: Vorbemerkung zu »Ein Traumspiel«).

Der Tisch ist gedeckt für Traumbilder: Anja an ihrem Live VJ-Set.

Improvisieren auf Basis vorher festgelegter Muster und Regeln

Das Element der Improvisation spielt eine nicht unwesentliche  Rolle bei unserem Bestreben, die verschiedene Kunstformen im „Live“-Moment miteinander zu einem sich gegenseitig bedingenden Ganzen zu verbinden. Wie eine Jazz-Combo, die nach vorher festgelegten und mehr oder weniger geprobten Regeln, miteinander ins musikalische Gespräch tritt, loten wir diesmal das Experimentierfeld aus, Musik, Tanz, Bild und Stimme in ein Gespräch treten zu lassen, um Strindbergs Worten Leben einzuhauchen.

Bei jeder Performance führen Alexandra, Anja, Oliver und Sebastian also stets einen neuen Dialog und spielen miteinander auf der Basis der in der Probenzeit festgelegten Muster und Regeln.  Insbesondere Tänzerin Alexandra ist in dieser Hinsicht besonders gefordert. Es gibt keine einstudierte Choreografie. Das Element Tanz, das bei dieser Arbeit eine große Rolle spielt, folgt ganz dem Wesen der Improvisation.

Nicht im Schatten, sondern im Rampenlicht umgeben von Schatten: Alexandra bei der Probe.

textband credits:

Regie und Konzept: Marcus Kohlbach
Tanz: Alexandra Mahnke
Live-Electronics: Oliver Prechtl
Live-Visuals: Anja Abele
Sprecher: Sebastian Schäfer

Mehr Infos über die Utopienwerkstatt, über textband und die aktuellen Spieltermine am Fr 18.5., Mi 23.5. und Sa 26.5.2012:
www.utopienwerkstatt.culturebase.org

Kampf der Geschlechter. Illustration für das Strindberg-Festival von Aurele Mechler.

Bildergalerie

#performance, #stuttgart, #tanz, #technologie, #textband, #theater

Wie sieht das Kommunale Kino des 21. Jahrhunderts in Stuttgart aus?

Gemeinsam Programmideen entwickeln

Der Verein Neues Kommunales Kino Stuttgart e.V., eine Initiative von 19 Institutionen aus den Bereichen Bildung, Kunst und Kultur, die sich für ein Haus der Film- und Medienkunst in Stuttgart stark machen, lädt ein zum ProgrammMacherTag am 26.11.2011.

Gemeinsam mit erfahrenen Kuratoren hat man die Möglichkeit, das Programm für ein Neues Kommunales Kino in Stuttgart mit zu gestalten. An diesem ProgrammMacherTag sollen in Workshops, Diskussionen und Vorführungen frische Programmideen für ein Kommunales Kinos in Stuttgart ab 2012 entwickelt werden.

Ein im Mai 2010 veröffentlichtes Konzeptpapier bildet die Grundlage der Diskussion. Im Dialog mit der Kulturpolitik, der Kulturverwaltung und den Stuttgarter Bürgern soll das Konzept nun weiterentwickelt werden.

Theater, Tanz, Kunst, Architektur und Film

Für TheatermacherInnen dürfte der Workshop „Innovation & Kontext“ von besonderem Interesse sein (16.30–18.30 Uhr, Literaturhaus Stuttgart). Hier soll unter der Moderation von Kurator Marc Glöde der Frage nachgegangen werden, wie Film mit Architektur, Kunst, Tanz oder Theater interagiert. Welche Rolle spielt dabei ein neues Kommunales Kino? Deshalb hier schnell Wissenwertes zum Einstieg in die Diskussion zusammengefaßt:

The Hitchhiker’s Guide

Sowohl die Vermittlung als auch Präsentation des Mediums Film ist wohl freilich der zentrale Schwerpunkt des kommunalen Kinos. Dringend notwendig, da „weniger als die Hälfte der aktuellen, inländischen Filme eine Leinwand in Stuttgart“ erreichen, wie man im Konzept erfährt. Traurig, oder?

Die zentralen Anliegen, die im Konzept ausgeführt werden, fußen auf folgenden Säulen:

  • Film und Vermittlung
  • Film und Interkulturalität
  • Film und Kontext
  • Film und Innovation

Das Selbstverständnis der kommunalen Kinos, welches im Rahmen des 1. Bundeskongress des Bundesverbandes kommunale Filmarbeit vom 22. – 24. April 2005 im Filmhaus Nürnberg diskutiert wurde, besagt, dass die

„Kommunalen Kinos und Initiativen nicht nur als Schnittstelle zwischen klassischer Filmkunst und Neuen Medien, sondern auch als Vorreiter für neue Veranstaltungsformen“

fungieren.

Experimentelle Weiterentwicklung des Mediums Film und interdisziplinäre Verknüpfung

Der Anspruch, der sich im Konzept unter Punkt „3.4 Bilder entwickeln – Film und Innovation“ nachlesen läßt, ist dementsprechend ehrgeizig:

Das NEUE KOMMUNALE KINO agiert an den Grenzen des Genres Film, Grenzen in die Zukunft und Grenzen zu anderen Kultursparten und nutzt filmgeschichtliche Entwicklungslinien, um aktuelle Trends zu erkennen und einzuordnen. In der experimentellen Weiterentwicklung des Mediums Film und der interdisziplinären Verknüpfung mit anderen Sparten wie Musik, Theater, Tanz, Literatur und Architektur entstehen künstlerische und ökonomische Potentiale für die Stadt Stuttgart. Ob nun mit Computerspiel-Engines Filme gemacht werden (Machinima), sich animierte und reale Filmbilder immer mehr vermengen oder in der Theaterpraxis Bewegtbild-Projektionen zunehmend reale Räume erweitern, das NEUE KOMMUNALE KINO ist ein Ort, an dem frühzeitig und abseits kommerzieller Zwänge konvergente Aufführungs-, Installations- und Medienformen erprobt werden können, die in Folge als Innovationen Eingang in ökonomische Kontexte finden können.

Liest sich toll. Wenn für dieses ehrgeizige Vorhaben hoffentlich letztlich noch ein Name gefunden wird, der diesem Gestaltungswillen Ausdruck verleiht, dann klingt’s auch toll. „Neues Kommunales Kino“ zumindest, finde ich, klingt ein bißchen unsexy. Schon der z.B. noch relativ unscheinbare Name Dortmunder U läßt mehr Freiraum für Assoziationen und sorgt für regionales Wir-Gefühl.

Raum für Aufführungs-, Installations- und Medienformen

Jetzt aber mal Film beiseite und ganz egoistisch Diskussionsraum für Theater: Für im obigen Sinne experimentelle Produktionen aus dem Bereich der darstellenden Kunst bzw. „Aufführungs-, Installations- und Medienformen“, wie es wörtlich genannt wird, klingt es verheißungsvoll, wenn die im Konzept angedeutete Erweiterung in Richtung Medienquartier Stuttgart voranschreitet (vgl. Konzept, Punkt 7). Da huscht beim Lesen der Geist des Fun Palace der Theatermacherin Joan Littlewood und des Architekten Cedric Price vorbei. Doch der Fun Palace ist nie realisiert worden, und das wollen wir im Falle des neuen Kommunalen Kinos freilich nicht.

Sollte es Absicht sein, experimentelle „Aufführungsformen“ hausintern durchführen zu wollen, kann ich aus theaterpraktischer Perspektive nur bescheiden und bestärkend zu bedenken geben, dass man auch den großen Saal, tatsächlich als Freiraum gestaltet, der neben dem „klassischen“ Kinobetrieb eben auch das Experiment ermöglicht. Im Konzept sind die beiden kleinen Räume, die sich flexibel zu einem Raum zusammenfügen lassen sollen, für Medienprojekte vorgesehen. Bieten diese Räume wirklich genügend Platz? (vgl. Konzept, Punkt 6)

In seiner momentanen konzeptionellen Beschreibung gleicht der große Kinosaal, unter theatralen Gesichtspunkten betrachtet, einer Guckkastenbühne. Damit wird eine bestimmte Nutzungsform und altbekannte Aufführungspraxis fast zwangsläufig favorisiert.

Produktionen wie „The Void Story“ von Forced Entertainment lassen sich in einem solchen Rahmen realisieren oder präsentieren, aber für Kombinationen aus Bewegung oder Installation im Raum und Bild bleibt nicht viel Spielraum. Ließe sich dort ein Konzert mit Installation und Bild wie es das Video zum Konzert von „The Great Park“ zeigt, realisieren? Besagtes Konzert fand im Rahmen der Akkumulatornacht(6): Finale A.M.E.R.I.K.A an der Schaubühne Lindenfels statt. Objekte, Installationen und Aktionen verbanden sich mit Film, Musik und Lesungen. Die Schaubühne Lindenfels wurde zum Museumsort.

Zweckmäßig gedacht, dass im Konzept von zum eigenen Profil passenden Partnerprogrammen und Kooperationen mit Kultureinrichtungen gesprochen wird, deren Spielstätten Experimente, die Platz zum Atmen brauchen, wohl eher erlauben. So könnte durch ein kuratorisches Konzept experimentellen Theaterprojekten (auch wenn sie nicht hausintern stattfinden) Raum gegeben werden.

Kluge Vernetzung und Kooperation, die Teil des Gesamtplans ist, kann tatsächlich hilfreich sein. Denn das neue Kommunale Kino als Plattform für neue Formate und Tendenzen verstanden, kann z.B. freien Gruppen den Rücken stärken und als kräftige Stimme sprechen. Es besteht für Projekte an den Schnittstellen zu anderen Disziplinen ein latentes Risiko, durch das Raster der etablierten Förderrichtlinien zu fallen. Und das ist ein doch gewichtiger Aspekt, will man die KünstlerInnen, ob jung oder alt oder mit und ohne Migrationshintergrund, in Stuttgart halten, oder?

Ich wünsche viel Spaß beim Diskutieren und dem Projekt eine Zukunft :).

Aktualisierung 07.03.2012: Der Gemeinderat hat dem Antrag eine Absage ersteilt.

#film, #neues-kommunales-kino, #performance, #stuttgart, #tanz, #technologie, #theater

Rebecca MacKinnon asks: How do we design the next phase of the Internet with accountability and freedom at its core, rather than control?

Magna Carta for the Internet

Rebecca Mackinnon believes the internet is headed for a „Magna Carta“ moment when citizens around the world demand that their governments protect free speech and their right to connection.

„The reality is that even in democratic societies today, we do not have good answers for how to balance the need for security and law enforcement on one hand and protection of civil liberties and free speech on the other in our digital networks.“

Looking at issues of privacy, free expression and governance

Rebecca MacKinnon looks at issues of privacy, free expression and governance (or lack of) in the digital networks. A former head of CNN’s Beijing and Tokyo bureaus, Rebecca MacKinnon is an expert on Chinese Internet censorship. She’s one of the founders of the Global Voices Online blog network, which aggregates and translates news around the world that might otherwise go unheard.

(Text taken from: www.ted.com)

#articles-in-english, #download, #gesellschaft, #internet, #rebecca-mackinnon, #society, #technologie, #web-2-0

Video: „Digital Life: Today & Tomorrow“

#articles-in-english, #gesellschaft, #internet, #society, #technologie, #web-2-0

Musik als soziales Labor im digitalen Zeitalter – Diskussionsabend am Nationaltheater Mannheim

In der Utopie Station, dem utopischen Salon mit lokalen und internationalen Gästen aus Wissenschaft, Kunst und Politik am Nationaltheater Mannheim, diskutieren heute, 30. Marz ab 19:30 Uhr, unter der Moderation von Adrienne Goehler unter anderen Gudrun Gut (Musikerin und Labelchefin, Berlin), Christian von Borries (Komponist, Dirigent und Filmemacher, Berlin), Prof. Jannis Androutsopoulos (Sprach- und Medienwissenschaftler, Hamburg und London).

Anschließend kann man das Konzert RUSSENGEMA FÜR MIDI-ORCHESTER, von und mit Christian von Borries und Mitgliedern des Nationaltheaterorchesters, in der Utopie Station Extra besuchen.

Der Abend ist eine Kooperation mit dem Jetztmusikfestival, das seit 26. März bis noch zum 02. April in Mannheim stattfindet. Das Festvial, das sich als Schnittstelle zu Kunst, Film, Literatur und Weiterbildung versteht, feiert dieses Jahr 5-jähriges Jubiläum.

Links:
Utopie Station – Nationaltheater Mannheim
Jetztmusikfestival

#jetztmusikfestival, #technologie

Neues vom Elektrischen Reporter: Open Data und Privatsphäre übermorgen

Die dritte Staffel ist gestartet 🙂

Im typischen Elektrischer-Reporter-Stil geht’s dann auch los mit einem Bericht über das Open Data Entwicklungsland Deutschland. Danach gibt’s recht vergnügliche Spekulationen über die Entwicklung der Privatsphäre.

Wie das journalistische Süppchen der Sendung in Zukunft gekocht wird und freilich die erste Folge zum Anschauen gibt’s im Labor vom Elektrischen Reporter.

Dort wird auch verraten, dass, wer den guten alten Fernseher bevorzugt, dazu bald Möglichkeit haben wird. Die Serie wird im ZDF Infokanal regelmäßig auf Sendung gehen und findet sich auch auf anderen Vertriebskanälen.

Mein Tipp: Vorsicht! Elektrischer Reporter macht süchtig. Die zahlreichen Sendungen aus dem Archiv auf der Website einfach ignorieren, ansonsten besteht akute Gefahr auf Wissensvermehrung in unterhaltsamer Form.

#demokratie, #elektrischer-reporter, #gesellschaft, #internet, #mario-sixtus, #technologie

A is for Atom – PR Film from 1952

„On man’s wisdom, on his firmness in the use of that power depends now the future of his children and his children’s children in the new world of the atomic age …“

(quoted from „A is for Atom“)

Read more about the PR Film, that even won a special prize at the Venice Film Festival, in Sheerly Avni’s blogpost A is for Atom: Vintage PR Film for Nuclear Energy on openculture.

#articles-in-english, #gesellschaft, #society, #technologie

Intolight: Changing the Relationship between Performance and Audience

Intolight, a group of musicians, visual media artists and product designers, will present a two-day public event to field-test CHET (Collective Hedonistic Environments Toolkit) at the upcoming FutureEverything Festival in May.

What’s CHET all about? „People will be able to bring their individual audio and video content and meet for audiovisual jam sessions.“ Read more about CHET at FutureEverything’s Website.

A presentation of the complete project is planned in November at CYNETART in Dresden.

Here’s a glimpse of Intolight’s UNCANNY HEROES premiered as part of the AUTOMATIQUE CLUBBING events at CYNETART festival for computer based art in Dresden, 2010.

Related Article on this Blog: Entangled: Technology and the Transformation of Performance

#articles-in-english, #cynetart, #futureeverything, #intolight, #performance, #software, #technologie, #theater