Mitmachen und unterstützen: 15 Thesen zu kultureller Integration und Zusammenhalt

Olaf Zimmermann (Deutscher Kulturrat) stellt 15 Thesen vor

Vermittlungskraft der Kultur

Die Utopienwerkstatt unterstützt die Initiative und hat bereits mitgezeichnet. Gerne folgen wir auch dem Aufruf und laden Einzelpersonen genauso wie Organisationen, Vereine oder auch Unternehmen dazu ein, sich den vorgelegten Thesen anzuschließen, sie zu verbreiten und mit Leben zu erfüllen. Unter http://kulturelle-integration.de/thesen/ erfahrt ihr mehr und es besteht die Möglichkeit zur Mitzeichnung.

„Die Kunst ist frei“ (These 5) und „Bildung schafft den Zugang zur Gesellschaft“ (These 11)

In unser Arbeit setzen wir uns auch für eine kreative Weiterentwicklung der Kulturellen Bildung ein, suchen den Dialog mit Schulen und entwerfen neue Formate der Zusammenarbeit und Kooperation. Als Theaterlabor, das lebendiges zeitgenössisches Theater macht, liegt uns diese Zukunft am Herzen und es freut uns, dass Kulturelle Bildung in den Thesen als Schlüsselfaktor erkannt und herausgearbeitet wurde.

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Archiv der Zukunft: Reinhard Kahl im Gespräch mit Richard David Precht über Visionen zur Revolution des Schulwesens für die digitale Gesellschaft und die Schwierigkeiten, diese Visionen umzusetzen

Neuer Eintrag in die YouTube Playlist “Utopienwerkstatt recommends” – Ganze Playlist anschauen.

Hintergrundinfo:

#gesellschaft, #reinhard-kahl, #richard-david-precht, #theater, #youtube

Vanessa Reinwands erhellender Vortrag über Kulturinteresse, die wichtige Rolle der kulturellen Bildung und über das Publikum der Zukunft in #Deutschland

Neuer Eintrag in die YouTube Playlist „Utopienwerkstatt recommends“ – Ganze Playlist anschauen.

#gesellschaft

Was denken die Parteien über Kulturelle Bildung in Baden-Württemberg?

Damit die Kreuzchen bei der kommenden Landtagswahl 2016 richtig verteilt werden, hier noch ein kleine Entscheidungshilfe.

Die LKJ Baden-Württemberg e.V. hat die Parteien befragt über die Zukunft der Kulturellen Bildung in Baden-Württemberg. Die Antworten der Parteien gibt’s kompakt zusammengefaßt in einer PDF zum Download: Wahlprüfsteine zur Landtagswahl 2016 – Kulturelle Bildung für alle Kinder und Jugendliche in Baden-Württemberg.

#kulturelle-bildung

City tax for the Arts

City tax Diskussion Berlin

In Berlin wird heute 21.01.2013, 17:00 Uhr im Radialsystem wieder diskutiert über die City tax als Einnahmequelle für die freie Szene. Die von der Heinrich Böll Stiftung in Zusammenarbeit mit den Sophiensälen und dem Rat für die Künste Berlin veranstaltete Podiumsdiskussion zur City tax vom 19. September 2012 ist online verfügbar. Die Einführung der City tax in Berlin ist momentan auf Juli 2013 verschoben worden. Hintergrund ist die komplizierte Rechtslage. Mehr dazu im Podcast dradio: Citytax und Freie Szene.

Interessant in diesem Zusammenhang: Ein durchschnittlicher Stundenlohn von 2-3 Euro für freischaffende KünstlerInnen ist das ernüchternde Ergebnis einer Rechnung, die Netzwerk TanzRaumBerlin, Zeitgenössischer Tanz Berlin e.V., Landesverband Freie Theaterschaffende Berlin e.V., Tanzbüro Berlin durchgeführt haben. Die Verbände kämpfen deshalb um eine Honoraruntergrenze von 2000,00 Euro pro Monat für projektgeförderte KünstlerInnen.

City tax in Stuttgart kein Thema

In Stuttgart wurde die City tax übrigens schon ad acta gelegt. Zur Situation in Stuttgart und Berlin ist der Artikel Kulturpolitik: Bettensteuer für die freie Szene? von Michael Bienert lesenswert, der am 5. Dezember in der Stuttgarter Zeitung erschien. Bei Spiegel Online findet sich eine Städteübersicht zur City tax in Deutschland.

#stuttgart, #theater

Peter Sloterdijk: „Die Option auf Hyperbeschleunigung zurücknehmen …“

Philosophisches Gedankenfutter: Interview Peter Sloterdijk – „nobody has time for an entire generation any more“ von LABKULTUR (Subtitles in English provided).

#articles-in-english, #gesellschaft, #kapitalismuskritik, #society

10. Socialbar Stuttgart zum Thema Raum für Kultur #sbstgt

It’s time for Socialbar …

Alle sozial, kulturell, ökologisch begeisterte StuttgarterInnen sind am Freitag 09.03.2012 ab 19:00 Uhr wieder eingeladen. Die Socialbar findet diesmal im Laboratorium statt.

„Stuttgart – Raum für Kultur?!“

Erörtert wird die Frage, wie viel Raum Kunst und Kultur in Stuttgart einnehmen sollen und wie neue „Kulturräume“ geschaffen werden können. Gemeint ist damit nicht nur „Raum im Sinne von Räumlichkeiten – sondern auch Raum in den Herzen und Köpfen von den Bürgern“, sagen die MacherInnen.

In bewährter Socialbar Manier gibt’s wieder 3 Impulsreferate zum Thema.

1. Rolf Graser vom Laboratorium Stuttgart (http://laboratorium-stuttgart.de): Welchen Raum benötigt Interkultur?
2. Tom Schößler von Lokstoff (http://www.lokstoff.com): Kultur im öffentlichen Raum
3. David Baur von den Wagenhallen Stuttgart (http://www.wagenhallen.de): 72 HOURS URBAN ACTION  (http://www.post21.de/)

Utopie Kulturlabor Stadt

Thematisch knüpft diese Veranstaltung an die letzte Socialbar an. Der Beteiligungsprozess „Kultur im Dialog“ wurde dort diskutiert. Auf der dazugehörigen Website von Kultur im Dialog findet sich auch das äußerst interessante  Protokoll zur 4. Sitzung derArbeitsgruppe 3 -“Raum für Kunst und Kultur – Chancen für die Stadtentwicklung” als PDF zum Download, in der die Vision von Stuttgart als Kulturlabor gezeichnet wird. Wer’s noch nicht kennt: Inspirierendes Grundlagenfutter für den Aspekt der Diskussion Kultur im öffentlichen Raum!

Infos zur Socialbar

Weitere Details zur Socialbar und der aktuellen Veranstaltung: http://www.socialbar.de/wiki/stuttgart

Artikel auf diesem Blog zum Thema

Utopia Parkway – Kunstfreiraum im Herzen von Stuttgart öffnet seine Pforten

Wie sieht das Kommunale Kino des 21. Jahrhunderts in Stuttgart aus?

#gesellschaft, #socialbar-stuttgart, #stuttgart

Wie sieht das Kommunale Kino des 21. Jahrhunderts in Stuttgart aus?

Gemeinsam Programmideen entwickeln

Der Verein Neues Kommunales Kino Stuttgart e.V., eine Initiative von 19 Institutionen aus den Bereichen Bildung, Kunst und Kultur, die sich für ein Haus der Film- und Medienkunst in Stuttgart stark machen, lädt ein zum ProgrammMacherTag am 26.11.2011.

Gemeinsam mit erfahrenen Kuratoren hat man die Möglichkeit, das Programm für ein Neues Kommunales Kino in Stuttgart mit zu gestalten. An diesem ProgrammMacherTag sollen in Workshops, Diskussionen und Vorführungen frische Programmideen für ein Kommunales Kinos in Stuttgart ab 2012 entwickelt werden.

Ein im Mai 2010 veröffentlichtes Konzeptpapier bildet die Grundlage der Diskussion. Im Dialog mit der Kulturpolitik, der Kulturverwaltung und den Stuttgarter Bürgern soll das Konzept nun weiterentwickelt werden.

Theater, Tanz, Kunst, Architektur und Film

Für TheatermacherInnen dürfte der Workshop „Innovation & Kontext“ von besonderem Interesse sein (16.30–18.30 Uhr, Literaturhaus Stuttgart). Hier soll unter der Moderation von Kurator Marc Glöde der Frage nachgegangen werden, wie Film mit Architektur, Kunst, Tanz oder Theater interagiert. Welche Rolle spielt dabei ein neues Kommunales Kino? Deshalb hier schnell Wissenwertes zum Einstieg in die Diskussion zusammengefaßt:

The Hitchhiker’s Guide

Sowohl die Vermittlung als auch Präsentation des Mediums Film ist wohl freilich der zentrale Schwerpunkt des kommunalen Kinos. Dringend notwendig, da „weniger als die Hälfte der aktuellen, inländischen Filme eine Leinwand in Stuttgart“ erreichen, wie man im Konzept erfährt. Traurig, oder?

Die zentralen Anliegen, die im Konzept ausgeführt werden, fußen auf folgenden Säulen:

  • Film und Vermittlung
  • Film und Interkulturalität
  • Film und Kontext
  • Film und Innovation

Das Selbstverständnis der kommunalen Kinos, welches im Rahmen des 1. Bundeskongress des Bundesverbandes kommunale Filmarbeit vom 22. – 24. April 2005 im Filmhaus Nürnberg diskutiert wurde, besagt, dass die

„Kommunalen Kinos und Initiativen nicht nur als Schnittstelle zwischen klassischer Filmkunst und Neuen Medien, sondern auch als Vorreiter für neue Veranstaltungsformen“

fungieren.

Experimentelle Weiterentwicklung des Mediums Film und interdisziplinäre Verknüpfung

Der Anspruch, der sich im Konzept unter Punkt „3.4 Bilder entwickeln – Film und Innovation“ nachlesen läßt, ist dementsprechend ehrgeizig:

Das NEUE KOMMUNALE KINO agiert an den Grenzen des Genres Film, Grenzen in die Zukunft und Grenzen zu anderen Kultursparten und nutzt filmgeschichtliche Entwicklungslinien, um aktuelle Trends zu erkennen und einzuordnen. In der experimentellen Weiterentwicklung des Mediums Film und der interdisziplinären Verknüpfung mit anderen Sparten wie Musik, Theater, Tanz, Literatur und Architektur entstehen künstlerische und ökonomische Potentiale für die Stadt Stuttgart. Ob nun mit Computerspiel-Engines Filme gemacht werden (Machinima), sich animierte und reale Filmbilder immer mehr vermengen oder in der Theaterpraxis Bewegtbild-Projektionen zunehmend reale Räume erweitern, das NEUE KOMMUNALE KINO ist ein Ort, an dem frühzeitig und abseits kommerzieller Zwänge konvergente Aufführungs-, Installations- und Medienformen erprobt werden können, die in Folge als Innovationen Eingang in ökonomische Kontexte finden können.

Liest sich toll. Wenn für dieses ehrgeizige Vorhaben hoffentlich letztlich noch ein Name gefunden wird, der diesem Gestaltungswillen Ausdruck verleiht, dann klingt’s auch toll. „Neues Kommunales Kino“ zumindest, finde ich, klingt ein bißchen unsexy. Schon der z.B. noch relativ unscheinbare Name Dortmunder U läßt mehr Freiraum für Assoziationen und sorgt für regionales Wir-Gefühl.

Raum für Aufführungs-, Installations- und Medienformen

Jetzt aber mal Film beiseite und ganz egoistisch Diskussionsraum für Theater: Für im obigen Sinne experimentelle Produktionen aus dem Bereich der darstellenden Kunst bzw. „Aufführungs-, Installations- und Medienformen“, wie es wörtlich genannt wird, klingt es verheißungsvoll, wenn die im Konzept angedeutete Erweiterung in Richtung Medienquartier Stuttgart voranschreitet (vgl. Konzept, Punkt 7). Da huscht beim Lesen der Geist des Fun Palace der Theatermacherin Joan Littlewood und des Architekten Cedric Price vorbei. Doch der Fun Palace ist nie realisiert worden, und das wollen wir im Falle des neuen Kommunalen Kinos freilich nicht.

Sollte es Absicht sein, experimentelle „Aufführungsformen“ hausintern durchführen zu wollen, kann ich aus theaterpraktischer Perspektive nur bescheiden und bestärkend zu bedenken geben, dass man auch den großen Saal, tatsächlich als Freiraum gestaltet, der neben dem „klassischen“ Kinobetrieb eben auch das Experiment ermöglicht. Im Konzept sind die beiden kleinen Räume, die sich flexibel zu einem Raum zusammenfügen lassen sollen, für Medienprojekte vorgesehen. Bieten diese Räume wirklich genügend Platz? (vgl. Konzept, Punkt 6)

In seiner momentanen konzeptionellen Beschreibung gleicht der große Kinosaal, unter theatralen Gesichtspunkten betrachtet, einer Guckkastenbühne. Damit wird eine bestimmte Nutzungsform und altbekannte Aufführungspraxis fast zwangsläufig favorisiert.

Produktionen wie „The Void Story“ von Forced Entertainment lassen sich in einem solchen Rahmen realisieren oder präsentieren, aber für Kombinationen aus Bewegung oder Installation im Raum und Bild bleibt nicht viel Spielraum. Ließe sich dort ein Konzert mit Installation und Bild wie es das Video zum Konzert von „The Great Park“ zeigt, realisieren? Besagtes Konzert fand im Rahmen der Akkumulatornacht(6): Finale A.M.E.R.I.K.A an der Schaubühne Lindenfels statt. Objekte, Installationen und Aktionen verbanden sich mit Film, Musik und Lesungen. Die Schaubühne Lindenfels wurde zum Museumsort.

Zweckmäßig gedacht, dass im Konzept von zum eigenen Profil passenden Partnerprogrammen und Kooperationen mit Kultureinrichtungen gesprochen wird, deren Spielstätten Experimente, die Platz zum Atmen brauchen, wohl eher erlauben. So könnte durch ein kuratorisches Konzept experimentellen Theaterprojekten (auch wenn sie nicht hausintern stattfinden) Raum gegeben werden.

Kluge Vernetzung und Kooperation, die Teil des Gesamtplans ist, kann tatsächlich hilfreich sein. Denn das neue Kommunale Kino als Plattform für neue Formate und Tendenzen verstanden, kann z.B. freien Gruppen den Rücken stärken und als kräftige Stimme sprechen. Es besteht für Projekte an den Schnittstellen zu anderen Disziplinen ein latentes Risiko, durch das Raster der etablierten Förderrichtlinien zu fallen. Und das ist ein doch gewichtiger Aspekt, will man die KünstlerInnen, ob jung oder alt oder mit und ohne Migrationshintergrund, in Stuttgart halten, oder?

Ich wünsche viel Spaß beim Diskutieren und dem Projekt eine Zukunft :).

Aktualisierung 07.03.2012: Der Gemeinderat hat dem Antrag eine Absage ersteilt.

#film, #neues-kommunales-kino, #performance, #stuttgart, #tanz, #technologie, #theater

More Equal Societies Work Better

Andrew Simms of New Economics Foundation (nef) discusses why more equality in societies works better for everyone.

more stuff:

nef publication: „Ten Reasons to Care About Economic Inequality

TED-Talk: Richard Wilkinson – How economic inequality harms societies

#articles-in-english, #demokratie, #download, #gesellschaft, #kapitalismuskritik, #new-economics-foundation, #richard-wilkinson, #society

Kultur im Dialog – Kulturelle Leitlinien für Stuttgart entwickeln

Stuttgarter entwickeln gemeinsam

Kultur im Dialog III findet am Samstag, 2. Juli 2011, 10.00 bis 16.30 Uhr im Rathaus (Großer Sitzungssaal) statt. Auf Anregung der sachkundigen Mitglieder im Ausschuss für Kultur und Medien möchte die Landeshauptstadt Stuttgart kulturelle Leitlinien im Dialog mit Kulturschaffenden und den Bürgerinnen und Bürgern entwickeln. Anmeldungen bitte an: Kulturamt, Frau Vogel-Schuster: sabine.vogel-schuster@stuttgart.de, Telefon: 0711-216 7943

Wie kann Kulturförderung in Zukunft aussehen?

Wie kann kommunale Kulturpolitik und Kulturförderung in Zukunft aussehen? Welche Kriterien braucht man, welche Ziele darf man nicht aufgeben, wie kann man Kontinuität und Beweglichkeit gleichzeitig ermöglichen, auch wenn die wirtschaftlichen Spielräume enger werden?

Diese Fragen standen im Zentrum des Stuttgarter Kulturdialog und wurden am 9./10. Juli 2010 in offenen Arbeitsrunden erörtert. Der Stuttgarter Kulturdialog setzte konstruktiv die kulturpolitische Diskussion fort, die rund 1 Jahr zuvor im November 2009 ihren Anfang genommen hatte. Stuttgarter Künstler hatten gegen die geplanten Kürzungen im Kulturhaushalt der Stadt im Rahmen der Artparade am 19. November 2009 protestiert. Daraufhin war der Kulturhaushalt neu überdacht worden.

#artparade, #demokratie, #gesellschaft, #stuttgart, #stuttgarter-kulturdialog